Mathematiker der Woche

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2019

Kalenderwoche 51

Sophie Germain war eine war eine französische Mathematikerin.
Sie befasste sich schon früh mit Mathematik konnte aber keine Universität besuchen, da sie eine Frau war.Deshalb besorgte sie sich vom Studenten Antoine Auguste Le Blanc, der jedoch später in der Französischen Revolution starb, Vorlesungsunterlagen der École polytechnique und bildete sich per Selbststudium weiter. Nach seinem Tod nutzte sie seinen Namen, um postalisch ihre Lösungen für gestellte Übungsaufgaben einzusenden und korrigieren zu lassen. Erfreut von der Qualität der eingesandten Lösungen forderte ihr Professor Joseph-Louis Lagrange Le Blanc zu einem Gespräch, zu dem Sophie Germain schließlich erschien und sich erklärte. Lagrange zeigte sich positiv überrascht über die Entdeckung, dass sich der talentierte Student als eine Frau entpuppte, und förderte sie daraufhin offen. Das machte sie in Paris bekannt.
Insbesondere arbeitete Germain an der letzten Fermat’schen Vermutung und bewies, dass ein Spezialfall dieser Vermutung für eine Reihe von Primzahlen zutrifft, die später Sophie-Germain-Primzahlen genannt wurden.
Später beschäftigte Sie sich mit Schwingungen elastischer Platten mit mathematischer Physik und wurde von Gauß gefördert. ©Wikipedia

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Kalenderwoche 50

Seki Takakazu war ein japanischer Mathematiker. Takakazu entdeckte viele Theoreme und Theorien, die kurz zuvor oder auch erst kurz danach unabhängig in Europa entdeckt wurden, und gilt als der wichtigste Mathematiker des Wasan. Er leistete einen wichtigen Beitrag bei der Entdeckung der Determinanten. In seinem 1685 erschienenen Werk Kaiindai no ho beschreibt er eine alte chinesische Methode zur Nullstellenberechnung von Polynomen und erweitert sie um das Finden aller reellen Nullstellen. Er entdeckte auch die Bernoulli-Zahlen vor Bernoulli.©Wikipedia

Bildnachweis: Von upload by F. Lembrez – http://www-groups.dcs.st-and.ac.uk/~history, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=710154

Von Momotarou2012 – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=23895615

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Kalenderwoche 49

Sofja Kowalewskaja war eine russische Mathematikerin und die erste Mathematikprofessorin überhaupt (1889 Stockholm). Kowalewskaja nahm Privatstunden bei Weierstraß, weil damals Frauen zum Studium nicht zugelassen waren. 1886 gelang ihr die Lösung eines Spezialfalles des Problems der Rotation fester Körper um einen Fixpunkt. ©Wikipedia

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Kalenderwoche 48

Al-Battani gilt als großer Mathematiker und Astronom des islamischen Mittelalters. Er vermittelte der arabischen Welt die Grundlagen der indischen Mathematik und das Konzept der Null. Bedeutend ist aber vor allem Al-Battanis Verdienst um die Trigonometrie, in der er als erster statt der Sehnen den Sinus gebrauchte. Er fand und bewies als erster den Sinussatz, sowie, dass der Tangens das Verhältnis von Sinus zu Kosinus darstellt. ©Wikipedia

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Kalenderwoche 47

Pierre-Simon Laplace war ein französischer Mathematiker und Astronom. Er war auf vielen Gebieten der Mathematik tätig. Besonders bekannt ist er für seine Abhandlungen zur Wahrscheinlichkeits- und Spieltheorie. Laplace war zur Zeit Napoléons Innenminister Frankreichs. Neben einigen Sätzen ist die Laplace-Transformation und die Laplace-Gleichung nach ihm benannt. ©Wikipedia

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Bildnachweis: Von Erzbischof – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=18561297

 

Kalenderwoche 46

Henri Poincaré war ein französischer Mathematiker, theoretischer Physiker und Philosoph. Er entwickelte die Theorie der automorphen Funktionen und gilt als Begründer der algebraischen Topologie. Weitere seiner Arbeitsgebiete waren die algebraische Geometrie und die Zahlentheorie. Die Poincaré-Vermutung galt lange als das bedeutendste ungelöste Problem in der Topologie. Nach ihm benannt ist u. a. das winkeltreue, aber nicht längentreue Poincaré-Modell der nichteuklidischen Geometrie. ©Wikipedia

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Kalenderwoche 45

Paul Erdős war einer der bedeutendsten Mathematiker des 20. Jahrhunderts. Paul Erdős arbeitete mit Hunderten von Kollegen (Erdős-Zahl) auf den Gebieten Kombinatorik, Graphentheorie und Zahlentheorie zusammen. Erdős stellte zahlreiche Vermutungen auf und setzte für die Lösung vieler von ihnen Geldpreise aus. Ihm ist, unabhängig von Selberg, ein Beweis des Primzahlsatzes ohne Verwendung der Funktionentheorie, also nur mit reeller Analysis, gelungen. ©Wikipedia

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Bildnachweis: Von Kmhkmh – Eigenes Werk, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=2871858

 

Kalenderwoche 44

Jean Baptiste Joseph Fourier war ein französischer Mathematiker und Physiker. Er beschäftigte sich mit der Wärmeausbreitung in Festkörpern und fand dabei die sogenannte Fourierreihe mit deren Hilfe er das Fouriersche Gesetz aufstellen konnte. Mit der Fourieranalyse bzw. der Fourier-Transformation legte er einen Grundstein für den Fortschritt in der modernen Physik, sie ist heute von entscheidender Bedeutung in der digitalen Kommunikations- und Nachrichtentechnik. ©Wikipedia

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Kalenderwoche 43

Alan Turing war ein britischer Logiker, Mathematiker und Kryptoanalytiker. Er schuf einen großen Teil der theoretischen Grundlagen für die moderne Informations und Computertechnologie. Als richtungsweisend erwiesen sich auch seine Beiträge zur theoretischen Biologie. Turing gilt heute als einer der einflussreichsten Theoretiker der frühen Computerentwicklung und Informatik. Das von ihm entwickelte Berechenbarkeitsmodell der Turingmaschine bildet eines der Fundamente der theoretischen Informatik. ©Wikipedia

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Kalenderwoche 42

Euklid versuchte die Mathematik und besonders die Geometrie axiomatisch aufzubauen. In seinem 13-bändigen bedeutenden Lehrbuch „Die Elemente“ fasste er das damals bekannte mathematische Wissen zusammen. Nach ihm sind die Euklidische Geometrie und der Euklidische Algorithmus benannt. ©Wikipedia

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Kalenderwoche 41

Shiing-Shen Chern war ein chinesischer und US-amerikanischer Mathematiker, dessen Werk auf dem Gebiet der Differentialgeometrie eine führende Rolle spielt.

Er verband in den 1940er Jahren den Satz von Gauß-Bonnet der Differentialgeometrie mit der Topologie der zugrundeliegenden Mannigfaltigkeiten und untersuchte allgemein den Zusammenhang von Krümmung und Topologie (Chern-Weil-Theorie), die er mit der Geometrie der Faserbündel untersuchte. Nach ihm sind die Chernklassen benannt und die Chern-Simons-Theorie.©Wikipedia

Bild: Autor: Dirk Ferus. Quelle: Bildarchiv des Mathematischen Forschungsinstituts Oberwolfach.“

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Kalenderwoche 40

Pierre Ossian Bonnet war ein französischer Mathematiker und Professor an der Sorbonne in Paris.

Er lieferte grundlegende Arbeiten zur Differentialgeometrie. Diese war insbesondere durch Leonhard Euler, Gaspard Monge und Carl Friedrich Gauß (in einer grundlegenden Abhandlung von 1827) begründet worden, bot sich aber wegen des Mangels einer systematischen Behandlung und vieler offener Fragen als Forschungsfeld an, das in den 1840er Jahren von einer Reihe französischer Mathematiker (neben Bonnet unter anderem Joseph Serret, Jean Frédéric Frenet) aufgegriffen wurde. Er führte die bonnetschen Ebenenkoordinaten ein, untersuchte Minimalflächen und geodätische Linien auf Flächen positiver Krümmung. Aufgrund dieser Untersuchungen wurde der Satz von Bonnet nach ihm benannt. Der Satz von Gauß-Bonnet, der eine Formel für die Flächenkrümmung angibt, wurde von Carl Friedrich Gauß, der in seiner Abhandlung von 1827 nur einen Spezialfall veröffentlichte, und Bonnet entdeckt. ©Wikipedia

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Kalenderwoche 39

Kurt Gödel war Mathematiker und einer der bedeutendsten Logiker des 20. Jahrhunderts. Er hat maßgebliche Beiträge im Bereich der Prädikatenlogik (Entscheidungsproblem) sowie zum klassischen und intuitionistischen Aussagenkalkül geleistet. Die grundlegenden Theoreme der Logik, die Gödel bewiesen hat, sind nach ihm benannt: Gödelscher Vollständigkeitssatz und Gödelscher Unvollständigkeitssatz. ©Wikipedia

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Kalenderwoche 38

Emmy Noether war eine deutsche Mathematikerin und Physikerin. Sie gehört zu den Begründern der modernen Algebra. Nach Emmy Noether sind die noetherschen Ringe und Moduln benannt, und auch der noethersche Normalisierungssatz trägt ihren Namen. Im letzten Viertel des 20. Jahrhunderts entwickelte sich das Noether-Theorem zu einer der wichtigsten Grundlagen der Physik. ©Wikipedia

 

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Kalenderwoche 37

Blaise Pascal war ein französischer Mathematiker, Physiker, Literat und Philosoph. Pascal lieferte eine Reihe elementarer Erkenntnisse. Er beschäftigte sich mit der Wahrscheinlichkeitsrechnung und untersuchte besonders Würfelspiele. Nach ihm ist das Pascalsche Dreieck benannt, welches allerdings nicht von ihm entdeckt wurde; außerdem der Pascalsche Satz über einem Kegelschnitt einbeschriebene Sechsecke. ©Wikipedia

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Kalenderwoche 36

August Ferdinand Möbius war ein deutscher Mathematiker und Astronom. Möbius verfasste zahlreiche umfangreiche Abhandlungen und Schriften zur Astronomie, Geometrie und Statik. Er leistete wertvolle Beiträge zur analytischen Geometrie, u. a. mit der Einführung der homogenen Koordinaten und des Dualitätsprinzips, sowie mit der Geometrie der Kreisverwandtschaften. Er gilt als Pionier der Topologie. Das nach ihm benannte Möbiusband ist auch außerhalb der Mathematik bekannt geworden. ©Wikipedia

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Kalenderwoche 35

Archimedes war ein griechischer Mathematiker, Physiker und Ingenieur und gilt als bedeutendster Mathematiker der Antike. Er bewies, dass sich der Umfang eines Kreises zu seinem Durchmesser genauso verhält wie die Fläche des Kreises zum Quadrat des Radius, das Verhältnis wird heute mit π (Pi) bezeichnet, und er berechnete die Fläche unter einer Parabel. Nach ihm benannt ist das archimedische Axiom.©Wikipedia

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Kalenderwoche 34

David Hilbert war einer der bedeutendsten Mathematiker. Sein Werk ist grundlegend in den meisten Sparten der Mathematik und der mathematischen Physik. Viele seiner Arbeiten begründeten eigenständige Forschungsgebiete. 1900 stellte Hilbert eine einflussreiche Liste mit 23 ungelösten mathematischen Problemen vor. Hilbert gilt als Begründer und exponiertester Vertreter der Richtung des Formalismus in der Mathematik. Er stellte die Forderung auf, die Mathematik vollständig auf einem Axiomensystem aufzubauen, das nachweislich widerspruchsfrei sein sollte. Dieses Bestreben wurde als Hilberts Programm bekannt. ©Wikipedia

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Kalenderwoche 33

Niels Henrik Abel war ein norwegischer Mathematiker. Abel führte eine Umformulierung der Theorie des elliptischen Integrals durch, in die Theorie der elliptischen Funktionen, indem er deren inverse Funktionen benutzte. Er erweiterte die Theorie auf Riemannsche Flächen höheren Geschlechts und führte Abelsche Integrale ein. Daraus entstand eine Theorie der Abelschen Funktionen, zu der Abelselbst jedoch keinen Beitrag geleistet hat. In der Algebra sind die abelschen Gruppen nach ihm benannt. Ihm zu Ehren wird auch der Abelpreis für außergewöhnliche mathematische Arbeiten ©Wikipedia

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Kalenderwoche 32

Augustin-Louis Cauchy war ein französischer Mathematiker. Cauchy gilt als Pionier der Analysis, der die von Leibniz und Newton aufgestellten Grundlagen weiter entwickelte und die fundamentalen Aussagen auch formal bewies. Insbesondere in der Funktionentheorie stammen viele zentrale Sätze von ihm. Seine fast 800 Publikationen decken im Großen und Ganzen die komplette Bandbreite der damaligen Mathematik ab. Nach ihm sind die Cauchy-Folgen benannt, ferner die Cauchy-Riemannschen Differentialgleichungen, der Cauchysche Integralsatz und die Cauchysche Integralformel.©Wikipedia

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Kalenderwoche 31

Leonhard Euler war ein Schweizer Mathematiker und Physiker. Wegen seiner Beiträge zur Analysis, zur Zahlentheorie und zu vielen weiteren Teilgebieten der Mathematik gilt er als einer der bedeutendsten Mathematiker. Euler kann als einer der Begründer der Analysis angesehen werden. Ein großer Teil der heutigen mathematischen Symbolik geht auf ihn zurück (zum Beispiel e, π, i, Summenzeichen ∑, f(x) als Bezeichnung eines Funktionstermes). 1736 fand er den Grenzwert für die unendliche Summe der reziprokenQuadratzahlen. In einer Verallgemeinerung dieses sogenannten Basler Problems fand er eine geschlossene Darstellung für die geraden Bernoulli-Zahlen. 1744 gab er ein Lehrbuch der Variationsrechnung heraus. 1748 publizierte er das Grundlagenwerk Introductio in analysin infinitorum, in dem zum ersten Mal der Begriff „Funktion“ die zentrale Rolle spielte. ©Wikipedia

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Kalenderwoche 30

Margaret Hamilton geb. Heafield(* 17. August 1936 in Paoli, Indiana) ist eine US-amerikanische Informatikerin und Mathematikerin. Sie war Direktorin der Softwareentwicklungs-Abteilung des Instrumentation Laboratory (jetzt Draper Laboratory) am Massachusetts Institute of Technology (MIT), wo die On-Board-Flugsoftware für das Apollo-Raumfahrtprogramm entwickelt. ©Wikipedia

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Kalenderwoche 29

Thales von Milet war ein griechischer Naturphilosoph, Staatsmann, Mathematiker, Astronom und Ingenieur. Er soll Überlieferungen zufolge geometrische Sätze aufgrund von Definitionen und Voraussetzungen mit Hilfe von Symmetrieüberlegungen erstmals bewiesen haben. Thales strebte nach einer rationalen Erklärung der Welt. Nach ihm ist der Satz des Thales benannt. ©Wikipedia

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Kalenderwoche 28

Gottfried Wilhelm Leibniz war ein deutscher Philosoph und Wissenschaftler, Mathematiker, Diplomat, Physiker, Historiker und Bibliothekar. 1672 konstruierte Leibniz eine Rechenmaschine, die multiplizieren, dividieren und die Quadratwurzel ziehen konnte. In den Jahren 1672 bis 1676 entwickelte Leibniz die Grundlagen der Infinitesimalrechnung. Auf Leibniz geht die noch heute übliche in Differentialschreibweise sowie das Integralzeichen zurück. Des Weiteren fand er das nach ihm benannte Leibniz-Kriterium, ein mathematisches Konvergenzkriterium für unendliche Reihen, sowie die Leibniz-Formel, die zur Berechnung der Determinante bei Matrizen verwendet wird. ©Wikipedia

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